Allgemeines zur Fotografie
Die Fotografie ist noch sehr jung, als Begriff wurde sie in der Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals schriftlich erwähnt. Übersetzt bedeutet dieser schlicht so etwas wie "Malen mit Licht" und das bringt es auch schon sehr gut auf den Punkt, worum es in der Fotografie geht: Licht erzeugt ein Bild auf einem Medium. Gerade dieses hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten mit rasender Geschwindigkeit verändert. Auch in der Fotografie ist das digitale Zeitalter eingetreten: Heutzutage können Bilder unkompliziert und schnell mit dem Handy oder aber einer kleinen Kompaktkamera gemacht und Bruchteile von Sekunden nach der Auslösung bereits angesehen werden. Wer nicht nur knipsen möchte, legt sich eine Spiegelreflexkamera zu, um erstklassige Fotos in hoher Auflösung zu machen. Für welches Gerät man sich auch entscheidet, das Verfahren ist das gleiche: Lichtinformationen dringen durch eine Linse und werden von einem Sensor in elektronische Daten umgewandelt, diese können über den geräteeigenen oder beispielsweise einen PC-Bildschirm wiedergegeben werden. Selbstverständlich können die Fotos auch - wie es früher üblich war - als Papierbilder entwickelt werden, viele Menschen schätzen es, etwas in der Hand zu haben. Doch besteht der Unterschied zur analogen Fotografie nicht nur darin, dass das Endresultat ein mattes oder glänzendes Papierbild ist. Der Fotograf benötigt, um loslegen zu können, zusätzlich einen Film, der in die Kamera eingelegt werden muss. Dieser hat eine chemisch behandelte Oberfläche, die sich durch das Auftreffen von Licht verändert. Ist der Film voll, muss er im Labor entwickelt werden, was recht aufwändig ist, weswegen Fotografen dies oft professionellen Laboren überlassen. Der entscheidende Nachteil der analogen Fotografie ist, dass das Bild erst nach der Entwicklung betrachtet werden kann.
Dadurch kann das Motiv nicht kontrolliert werden. Wenn die Kamera falsch eingestellt wurde, kann es sein, dass das Foto völlig misslungen, vielleicht sogar unbrauchbar wird. Die digitale Methode hat einen regelrechten Boom der Fotografie ausgelöst: Durch die Möglichkeit der raschen Kontrolle des Fotos können sich auch Amateurfotografen schnell verbessern und sogar professionellen Fotografen Konkurrenz machen. Deren Arbeitsgebiete sind so vielfältig wie die Fotografie selbst: Sie arbeiten für Zeitungen, Verlage oder auch Privatleute, um beispielsweise Hochzeitsfotos zu schießen. Sie haben entweder studiert oder eine staatlich anerkannte Ausbildung genossen. Umstritten ist nach wie vor, ob die Fotografie als Kunst oder aber als Handwerk zu sehen ist. Tatsache ist jedoch, dass die Werke großer Fotografen wie Man Ray, Helmut Newton oder Henri Cartier- Bresson heute auch in Museen hängen. Solche berühmten Meister waren es auch, die die Fotowissenschaft entwickelt haben. Andreas Feiniger schrieb vor 30 Jahren seine große Fotolehre, die noch heute als Standardwerk gilt, da die Zeit den Kompositionsregeln der Fotografie nichts anhaben konnte. Diese Regeln zur Gestaltung eines Bildes gelten auch für die Malerei.
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